Bürgerstiftungen widmen selbstständig und
unabhängig
in einer begrenzten Region ihre Arbeit und Fördertätigkeit
einem möglichst breiten Stiftungszweck und machen ihre
Organisationsstruktur und Mittelvergabe für die Öffentlichkeit
transparent. Sie sind eine neue Organisationsform
gemeinnützigen Engagements. Eine
Übersicht aller bayerischen
Bürgerstiftungen, die sich der "Initiative Bürgerstiftungen"
angeschlossen haben, finden Sie unter Anlaufstellen
in Bayern.
Bürgerstiftungen widmen selbstständig und unabhängig in einer begrenzten Region ihre Arbeit und Fördertätigkeit einem möglichst breiten Stiftungszweck und machen ihre Organisationsstruktur und Mittelvergabe für die Öffentlichkeit transparent. Sie sind eine neue Organisationsform gemeinnützigen Engagements. Bürgerstiftungen bieten Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen vor Ort die Möglichkeit, sich mit Geld, Zeit und Ideen für ihre Stadt oder ihre Region zu engagieren. Auf diese Weise stärkt eine Bürgerstiftung Eigenverantwortung, aktives Engagement und Gemeinsinn der Bürgerinnen und Bürger und schafft schon heute Veränderungen und Potenzial für zukünftige Generationen.Obwohl das Konzept der Bürgerstiftung ("Community Foundation") in der anglo-amerikanischen Welt eine lange Tradition besitzt, hat es in Deutschland erst in den letzten Jahren zunehmendes Interesse gefunden. Durch die Bündelungen des finanziellen und persönlichen Engagements vieler BürgerInnen vor Ort sind sie oft ein wirksamer Katalysator für das Engagement im Gemeinwesen und gelten als besonders geeignete und zeitgemäße Form, bürgerschaftliches Engagement dauerhaft und mit örtlichem Bezug zu organisieren.
Bürgerstiftungen können von den BürgerInnen unterstützt werden durch Zustiftung, durch freie oder zweckgebundene Spenden und natürlich auch durch bürgerschaftliches Engagement (Zeitspenden) in den Gremien und in Projekten.
Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat 1999 den Arbeitskreis "Bürgerstiftungen" ins Leben gerufen und im folgenden Jahr "10 Merkmale einer Bürgerstiftung" verabschiedet, die seither bei der Errichtung der meisten Bürgerstiftungen als Richtlinie herangezogen werden. An die Stiftungen, die diesen Merkmalen in Satzung und Arbeitsweise entsprechen, wird ein in der Stiftungslandschaft bisher einmaliges Gütesiegel verliehen, das jeweils zwei Jahre Gültigkeit hat. Der 1. Oktober eines jeden Jahres ist deutschlandweit der "Tag der Bürgerstiftungen". Zur Unterstützung, Beratung und Vernetzung der Bürgerstiftungen und entsprechender Gründungsinitiativen hat 2002 die vom Bundesverband und drei großen privaten Stiftungen unterstützte "Initiative Bürgerstiftungen" ihre Arbeit aufgenommen. In sechs Bundesländern beraten Regionalkuratoren Gründungsinitiativen vor Ort.
Der Förderung von Bürgerstiftungen widmet sich ebenso der Verein Aktive Bürgerschaft, der eine Initiative des genossenschaftlichen FinanzVerbundes unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) ist. Er betreibt u.a. das Internetportal Bürgerstiftungen online und unterstützt engagierte Volksbanken und Raiffeisenbanken, Unternehmen sowie andere Organisationen und Personen vor Ort bei der Gründung und der Arbeit von Bürgerstiftungen. Seit Anfang 2006 steht das Online-Serviceangebot "Umkreissuche Bürgerstiftungen" von "Aktive Bürgerschaft" im Internet. Die Datenbank enthält derzeit (Stand Januar 2006) 138 deutsche Bürgerstiftungen, die auf den 10 Merkmalen von Bürgerstiftungen des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen basieren. Sowohl das Verzeichnis als auch die zusätzliche Liste der Gründungsinitiativen werden regelmäßig aktualisiert.
Die Bürgerstiftungen, die wir im Folgenden vorstellen, basieren auf einer weiten Auslegung der oben genannten zehn Merkmale. Sie sind der Datenbank der Aktiven Bürgerschaft entnommen. Die Bürgerstiftungen, die das Gütesiegel des Bundesverbandes der Deutschen Bürgerstiftungen haben, sind gekennzeichnet.
Aktualisiert am 12.07.2010 - Startseite ▲ nach oben