Modellprogramme

Modellprogramme können von der öffentlichen Hand, aber auch von Unternehmen, Stiftungen und anderen Organisationen ausgeschrieben werden. Sie werden häufig als Reaktion auf bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen aufgelegt. Entsprechend sind sie thematisch um ein klares »Zielpaket« gruppiert und im Regelfall mit einer zeitlichen Begrenzung versehen. Im Gegensatz zu einzelnen Modellprojekten werden Sie immer an mehreren Standorten zugleich durchgeführt. Teilweise werden sie auch ressortübergreifend organisiert, wie z.B. das bundesweite Förderprogramm »Soziale Stadt«.  Wir stellen laufende Modellprogramme zum Thema Bürgerschaftliches Engagement in Bayern vor:

▼ Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement
▼ EFI-Programm: seniorTrainer/innen gesucht
▼ Mehrgenerationenhaus
▼ Abgeschlossen: >kek< - Kultur, Engagement, Kompetenz
▼ Abgeschlossen: Kommunale Familientische in Bayern
▼ Abgeschlossen: ESF-Mikroprojekte
▼ Abgeschlossen: Generationenübergreifende Freiwilligendienste

 


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Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement

Um die Bereitschaft der Bevölkerung für Bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen, bedarf es neben einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit und einer guten Vernetzung von Vereinen und Projekten vor Ort auch eines möglichst passgenauen Angebots an regionalen und örtlichen Engagementmöglichkeiten. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt deshalb den Strukturaufbau für Bürgerschaftliches Engagement im ländlichen Raum mit dem Modellprojekt „Koordinierungsstellen Bürgerschaftliches Engagement“: Damit werden Anlaufstellen zu allen Fragen des Bürgerschaftlichen Engagements auf der Ebene von Landkreisen und Kreisfreien Städten über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

Aufgaben der landkreisweit operierenden Koordinierungszentren sind insbesondere:Weitere  Informationen:
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Referat III 5, Gudrun Rügemer
Winzererstr. 9
80797 München
Tel. 089 / 1261-1132
Fax 089 / 1261-18-1132


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Das EFI-Programm: seniorTrainer/innen gesucht

EFI heißt "Erfahrungswissen für Initiativen". Hinter dem Programm steckt die Idee, Menschen nach Abschluss des Berufslebens, oder nachdem die Kinder auf eigenen Füßen stehen, zu "seniorTrainerInnen" auszubilden. seniorTrainerInnen verstehen sich als verantwortliche Ehrenamtliche, die neue Projekte und Aufgabenbereiche für das Bürgerschaftliche Engagement entwickeln. Sie können in den unterschiedlichsten Feldern und Organisationen aktiv werden: in der Jugendarbeit, im Umweltschutz, in Kunst und Kultur, in Museen, Schulen, Altenheimen oder Kindergärten. Voraussetzung sind gute Ideen und das Vertrauen in sich selbst, sie auch in die Tat umsetzen zu können. Um seine Vorstellungen zu verwirklichen, braucht man aber auch das entsprechende Rüstzeug, und so wird von seniorTrainerInnen echtes Management gefordert. 

EFI wurde als Modellprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in 10 Bundesländern durchgeführt. Allein in Bayern wurden seit 2002 350 seniorTrainerInnnen ausgebildet und mit Unterstützung von Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen und Selbsthilfekontaktstellen neue Verantwortungsrollen für Ältere in den Kommunen erprobt. 

Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen führte das EFI-Programm ab 2007 an neun Anlaufstellen fort. In den Jahren 2010/2011 fördert das Programm 30 neue Anlaufstellen (pdf) in Bayern. 

Download von ausführlichen Informationen zum Kurskonzept (pdf, 1,6 MB) und vom Evaluationsbericht des Bundesmodellprogramms (pdf, 1,5 MB).

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Mehrgenerationenhäuser

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert seit 2006 das Modellprogramm Mehrgenerationenhäuser. Ziel ist es in der kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis ein Mehrgenerationenhaus zu errichten - insgesamt sollen 439 Mehrgenerationenhäuser entstehen. Mehrgenerationenhäuser sollen verlässliche Anlaufstellen sein, in denen sich Menschen jedes Lebensalters begegnen, an denen ältere Menschen wieder eine Aufgabe finden können, an denen sie gebraucht und gefordert werden. Mit Mehrgenerationenhäusern sollen Familie und Beruf miteinander besser zu vereinbaren sein, sie sollen Kinder früh zu fördern und Menschen für den Einstieg oder den Wiedereinstieg in den Beruf zu qualifizieren.

Im Laufe des Jahres 2007 nehmen alle 439 Häuser ihre Arbeit auf. Sie werden jeweils über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jährlich 40.000 Euro vom Bund gefördert. Mehr zum Programm und die Anschriften der Bayerischen Mehrgenerationenhäuser (in Bayern gibt es derzeit 97 - Stand Juni 2010) finden sich unter: www.mehrgenerationenhaeuser.de

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Abgeschlossen: ESF-Mikroprojekte

Mit dem Landesprogramm ESF-Mikroprojekte fördert der europäische Sozialfonds zusammen mit dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen seit 1. Oktober 2003 innovative Ideen von Bürgern und Initiativen. Gefördert werden Projekte, die sozial benachteiligte Menschen im Alter von 14-25 Jahren berufsbezogen unterstützen und in den Arbeitsmarkt integrieren. Das Einzigartige an den ESF-Mikroprojekten ist, dass nur kleine, aktive Initiativen ihre maßgeschneiderten Projekte in ihrer Gemeinde oder Stadt umsetzen können. Große Trägerschaften sind nicht antragsberechtigt. So soll die Beschäftigung von unten, von der Basis her gestärkt und finanziell unterstützt werden. Bewerben können sich kleinere Initiativen und Organisationen aller Art (Wirtschaft, Soziales, Sport, Kultur etc.). Pro Idee und Umsetzung werden Sach- und Honorarkosten bis zu 10.000 Euro finanziert. Die Laufzeit des Programms war ursprünglich bis zum 31. Mai 2005 festgelegt, zwischenzeitlich wurde eine Projektverlängerung bzw. Förderung bis Mai 2006 in Aussicht gestellt.
Bayernweit sind bereits 118 Projekte gestartet. Weitere Bewerbungen werden angenommen.

Weitere Informationen:
Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit in Bayern
c/o Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern e.V.
Nördliche Auffahrtsallee 14
80638 München
Tel.: 089 / 15 91 87-78
Fax: 089 / 15 91 87-80
E-Mail: esf@lagjsa-bayern.de
Internet: www.esf-mikroprojekte.de

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Abgeschlossen: Generationenübergreifende Freiwilligendienste

Das Bundesmodellprogramm ist eine Umsetzung der Empfehlungen der Kommission "Impulse für die Zivilgesellschaft - Perspektiven für Freiwilligendienste und Zivildienst in Deutschland", die im Jahr 2001 von der Bundesregierung eingesetzt wurde und die ihren Abschlussbericht im Januar 2004 vorgelegt hatte. Alle großen Entscheidungsträger in den Bereichen Freiwilligendienste und Zivildienst waren an der Kommission beteiligt. Die Kommission hatte u.a. die Aufgabe, Möglichkeiten einer Stärkung des freiwilligen Engagements, insbesondere der Freiwilligendienste, aufzuzeigen und mögliche Konsequenzen für den Zivildienst auszuloten für den Fall einer unveränderten Beibehaltung der Wehrpflicht, für den Fall einer Reduzierung des zeitlichen Umfangs und/oder der Abschaffung der Wehrpflicht.

Der Ausbau und die Aufwertung der Freiwilligendienste für Frauen und Männer ist einer der Vorschläge aus dem Bericht der Kommission vom Januar 2004. Für die Einführung neuer generationenübergreifender Freiwilligendienste sind am 1. April 2005 die ersten Projekte des Modellprogramms gestartet. Bisher sind 59 Projekte bzw. Projektverbünde in das Modellprogramm aufgenommen worden. Im ersten Förderjahr des Modellprogramms wurden 2.681 Freiwilligendienstplätze aufgebaut. Die wissenschaftliche Begleitung wurde von der Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung e.V. an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg - Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung - unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Thomas Klie übernommen.

Die Modellprojekte bayerischer Träger für Generationenübergreifende Freiwilligendienste finden Sie unter Handlungsfelder / Freiwilligendienste.

Weitere Informationen:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
11018 Berlin
Tel. 01888 555-0

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Abgeschlossen: >kek< - Kultur, Engagement, Kompetenz
Generationsoffene Freiwilligendienste in der Kultur

Mit dem Projekt >kek< - Kultur, Engagement, Kompetenz beteiligt sich die Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKJ) an dem neuen Förderprogramm für generationsoffene Freiwilligendienste des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Mit diesem Programm sollen neue Formen Bürgerschaftlichen Engagements erprobt und eine "Kultur selbstverständlicher Freiwilligkeit " entwickelt werden. Das Programm wurde zusätzlich zur Förderung der traditionellen Jugendfreiwilligendienste geschaffen und soll neben Jugendlichen vorrangig Erwachsene und Senioren ansprechen.
Als bundeszentraler Träger sieht die BKJ das Förderprogramm als Chance, weitere bürgerschaftlich Aktive für die kulturelle Arbeit zu gewinnen und freiwilliges Engagement noch stärker in Kultureinrichtungen und regionalen kulturellen Netzwerken zu etablieren - v.a. auch dort, wo sich bisher keine entsprechenden Formen für Freiwilligendienste gefunden haben.
Darüber hinaus ist es im Musik-, Theater-, Tanz-, Medien- und Kunstbereich äußerst anziehend für Freiwillige und entspricht den modernen Engagementinteressen von alten und jungen Menschen in vielerlei Weise. Kultureinrichtungen sind mit ihrer Offenheit, Lebendigkeit, Flexibilität und Kreativität prädestiniert für freiwilliges Mittun. So lassen sich

Das Modellprojekt lief drei Jahre und wurde im September 2008 abgeschlossen.

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Abgeschlossen: Kommunale Familientische in Bayern

Die Bedeutung der kommunalen Familienpolitik tritt immer stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein und bestimmt die politische Diskussion. Der Grund dafür liegt in der Erkenntnis, dass Familienpolitik vor allem auch dort stattfinden muss, wo die Familien leben, in den Gemeinden und Städten, also unmittelbar vor Ort. Denn dort werden die wichtigen Rahmenbedingungen für ein familienfreundliches Umfeld gestaltet. Kindergärten, Spielplätze, familiengerechte Wohnungen, Vergünstigungen für Familien in verschiedensten Einrichtungen wie Bibliotheken oder Schwimmbäder, sind ganz entscheidende Faktoren, die das Leben von Familien wesentlich beeinflussen.
Bayerns Familienministerin Stewens hat deshalb im November 2002 den Startschuss für das Pilotprojekt "Kommunale Familientische" in Bayern gegeben. In jedem bayerischen Regierungsbezirk gibt es einen Standort für einen Kommunalen Familientisch. Es wurden Germering für Oberbayern, der Markt Pilsting für Niederbayern, Neu-Ulm für Schwaben, Mitterteich für die Oberpfalz, Bamberg für Oberfranken, Neustadt a. d. Aisch für Mittelfranken und Bergtheim für den Regierungsbezirk Unterfranken ausgewählt.
Mit dem Projekt "Kommunaler Familientisch" soll die örtliche Familienpolitik ausgebaut, weiterentwickelt und vernetzt werden. Dabei werden alle Akteure, die sich in der Kommune für Familien engagieren, einbezogen und vorhandene Erfahrungen mitberücksichtigt. Durch den Kommunalen Familientisch wird das bürgerschaftliche Engagement für Familien in der Kommune gebündelt und Bürgerinnen und Bürger für die Mitarbeit an familienfreundlichen Projekten gewonnnen.

Die Pilotphase des Projektes wurde in allen sieben Kommunen bis Februar 2004 beendet. Die vorhandenen Familientische werden als ständige Einrichtungen fortgeführt.
Die ausgewählten Kommunen sind Multiplikatoren für ihren Regierungsbezirk. Das bedeutet, dass sie für interessierte Kommunen Ansprechpartner sind und ihre Informationen und Erfahrungen - auch nach dem Ende der Pilotphase - weitergeben. Zum Ende der Pilotphase wird ein Leitfaden erarbeitet, in dem die Erfahrungen aus den Standorten einfließen. Dieser Leitfaden wird allen bayerischen Kommunen zur Verfügung gestellt und kann voraussichtlich ab Mitte 2004 vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen bezogen werden. Er soll interessierten Gemeinden und Städten als Handlungsanleitung dienen, einen eigenen "Kommunalen Familientisch" einzurichten.

Standorte der Pilotprojekte und Ansprechpartner:

Germering: Herr Didrichsons, Tel. 089 89419-220, E-Mail: soziales@germering.de

Pilsting: Herr Bauer, Tel. 09953 9301-302, E-Mail: franz.bauer@pilsting.de

Neu-Ulm: Herr Jakob, Tel. 0731 7050-411, E-Mail: M.Jakob@Stadt.Neu-Ulm.de

Mitterteich: Herr Bürgermeister Grillmeier, Tel. 09633 89-111, E-Mail: roland.grillmeier@mitterteich.de

Bamberg: Herr Grimm, Tel. 0951 871 500, E-Mail: rgrimm@stadt.bamberg.de

Neustadt a. d. Aisch: Herr Herzog, Tel. 09161 666-62, E-Mail: andreas.herzog@neustadt-aisch.de

Bergtheim: Herr Bürgermeister Wittstadt, Tel. 09367 90071-0, E-Mail: Poststelle@vgem-bergtheim.bayern.de

Aktualisiert am 21.07.2010 - Startseite           ▲ nach oben