Modellprogramme können von der öffentlichen Hand, aber auch von Unternehmen, Stiftungen und anderen Organisationen ausgeschrieben werden. Sie werden häufig als Reaktion auf bestimmte gesellschaftliche Entwicklungen aufgelegt. Entsprechend sind sie thematisch um ein klares »Zielpaket« gruppiert und im Regelfall mit einer zeitlichen Begrenzung versehen. Im Gegensatz zu einzelnen Modellprojekten werden Sie immer an mehreren Standorten zugleich durchgeführt. Teilweise werden sie auch ressortübergreifend organisiert, wie z.B. das bundesweite Förderprogramm »Soziale Stadt«. Wir stellen laufende Modellprogramme zum Thema Bürgerschaftliches Engagement in Bayern vor:
▼ Koordinierungszentren Bürgerschaftliches Engagement
▼ EFI-Programm:
seniorTrainer/innen gesucht
▼ Mehrgenerationenhaus
▼ Abgeschlossen: >kek< -
Kultur, Engagement, Kompetenz
▼ Abgeschlossen: Kommunale
Familientische in Bayern
▼ Abgeschlossen: ESF-Mikroprojekte
▼ Abgeschlossen: Generationenübergreifende
Freiwilligendienste
EFI heißt "Erfahrungswissen für Initiativen". Hinter dem Programm steckt die Idee, Menschen nach Abschluss des Berufslebens, oder nachdem die Kinder auf eigenen Füßen stehen, zu "seniorTrainerInnen" auszubilden. seniorTrainerInnen verstehen sich als verantwortliche Ehrenamtliche, die neue Projekte und Aufgabenbereiche für das Bürgerschaftliche Engagement entwickeln. Sie können in den unterschiedlichsten Feldern und Organisationen aktiv werden: in der Jugendarbeit, im Umweltschutz, in Kunst und Kultur, in Museen, Schulen, Altenheimen oder Kindergärten. Voraussetzung sind gute Ideen und das Vertrauen in sich selbst, sie auch in die Tat umsetzen zu können. Um seine Vorstellungen zu verwirklichen, braucht man aber auch das entsprechende Rüstzeug, und so wird von seniorTrainerInnen echtes Management gefordert.
EFI wurde als Modellprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in 10 Bundesländern durchgeführt. Allein in Bayern wurden seit 2002 350 seniorTrainerInnnen ausgebildet und mit Unterstützung von Seniorenbüros, Freiwilligenagenturen und Selbsthilfekontaktstellen neue Verantwortungsrollen für Ältere in den Kommunen erprobt.
Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen führte das EFI-Programm ab 2007 an neun Anlaufstellen fort. In den Jahren 2010/2011 fördert das Programm 30 neue Anlaufstellen (pdf) in Bayern.
Download von ausführlichen Informationen zum Kurskonzept (pdf, 1,6 MB) und vom Evaluationsbericht des Bundesmodellprogramms (pdf, 1,5 MB).
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert seit 2006 das Modellprogramm Mehrgenerationenhäuser. Ziel ist es in der kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis ein Mehrgenerationenhaus zu errichten - insgesamt sollen 439 Mehrgenerationenhäuser entstehen. Mehrgenerationenhäuser sollen verlässliche Anlaufstellen sein, in denen sich Menschen jedes Lebensalters begegnen, an denen ältere Menschen wieder eine Aufgabe finden können, an denen sie gebraucht und gefordert werden. Mit Mehrgenerationenhäusern sollen Familie und Beruf miteinander besser zu vereinbaren sein, sie sollen Kinder früh zu fördern und Menschen für den Einstieg oder den Wiedereinstieg in den Beruf zu qualifizieren.
Im Laufe des Jahres 2007 nehmen alle 439 Häuser ihre Arbeit auf. Sie werden jeweils über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jährlich 40.000 Euro vom Bund gefördert. Mehr zum Programm und die Anschriften der Bayerischen Mehrgenerationenhäuser (in Bayern gibt es derzeit 97 - Stand Juni 2010) finden sich unter: www.mehrgenerationenhaeuser.de
Mit dem Landesprogramm ESF-Mikroprojekte fördert der
europäische Sozialfonds zusammen mit dem Bayerischen
Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und
Frauen seit 1. Oktober 2003 innovative Ideen von Bürgern und
Initiativen. Gefördert werden Projekte, die sozial
benachteiligte Menschen im Alter von 14-25 Jahren berufsbezogen
unterstützen und in den Arbeitsmarkt integrieren. Das
Einzigartige an den ESF-Mikroprojekten ist, dass nur kleine, aktive
Initiativen ihre maßgeschneiderten Projekte in ihrer Gemeinde
oder Stadt umsetzen können. Große Trägerschaften sind
nicht antragsberechtigt. So soll die Beschäftigung von unten,
von der Basis her gestärkt und finanziell unterstützt
werden. Bewerben können sich kleinere Initiativen und
Organisationen aller Art (Wirtschaft, Soziales, Sport, Kultur etc.).
Pro Idee und Umsetzung werden Sach- und Honorarkosten bis zu 10.000
Euro finanziert. Die Laufzeit des Programms war ursprünglich bis
zum 31. Mai 2005 festgelegt, zwischenzeitlich wurde eine
Projektverlängerung bzw. Förderung bis Mai 2006 in Aussicht
gestellt.
Bayernweit sind bereits 118 Projekte gestartet. Weitere
Bewerbungen werden angenommen.
Weitere Informationen:
Landesarbeitsgemeinschaft
Jugendsozialarbeit in Bayern
c/o Evangelische Jugendsozialarbeit
Bayern e.V.
Nördliche Auffahrtsallee 14
80638
München
Tel.: 089 / 15 91 87-78
Fax: 089 / 15 91
87-80
E-Mail: esf@lagjsa-bayern.de
Internet: www.esf-mikroprojekte.de
Das Bundesmodellprogramm ist eine Umsetzung der Empfehlungen der Kommission "Impulse für die Zivilgesellschaft - Perspektiven für Freiwilligendienste und Zivildienst in Deutschland", die im Jahr 2001 von der Bundesregierung eingesetzt wurde und die ihren Abschlussbericht im Januar 2004 vorgelegt hatte. Alle großen Entscheidungsträger in den Bereichen Freiwilligendienste und Zivildienst waren an der Kommission beteiligt. Die Kommission hatte u.a. die Aufgabe, Möglichkeiten einer Stärkung des freiwilligen Engagements, insbesondere der Freiwilligendienste, aufzuzeigen und mögliche Konsequenzen für den Zivildienst auszuloten für den Fall einer unveränderten Beibehaltung der Wehrpflicht, für den Fall einer Reduzierung des zeitlichen Umfangs und/oder der Abschaffung der Wehrpflicht.
Der Ausbau und die Aufwertung der Freiwilligendienste für Frauen und Männer ist einer der Vorschläge aus dem Bericht der Kommission vom Januar 2004. Für die Einführung neuer generationenübergreifender Freiwilligendienste sind am 1. April 2005 die ersten Projekte des Modellprogramms gestartet. Bisher sind 59 Projekte bzw. Projektverbünde in das Modellprogramm aufgenommen worden. Im ersten Förderjahr des Modellprogramms wurden 2.681 Freiwilligendienstplätze aufgebaut. Die wissenschaftliche Begleitung wurde von der Kontaktstelle für praxisorientierte Forschung e.V. an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg - Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung - unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Thomas Klie übernommen.
Die Modellprojekte bayerischer Träger für Generationenübergreifende Freiwilligendienste finden Sie unter Handlungsfelder / Freiwilligendienste.
Weitere Informationen:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend
11018 Berlin
Tel. 01888 555-0
Mit dem Projekt >kek< - Kultur,
Engagement, Kompetenz beteiligt sich die Bundesvereinigung
Kulturelle Jugendbildung (BKJ) an dem neuen Förderprogramm für
generationsoffene Freiwilligendienste des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Mit diesem
Programm sollen neue Formen Bürgerschaftlichen Engagements
erprobt und eine "Kultur selbstverständlicher
Freiwilligkeit " entwickelt werden. Das Programm wurde
zusätzlich zur Förderung der traditionellen
Jugendfreiwilligendienste geschaffen und soll neben Jugendlichen
vorrangig Erwachsene und Senioren ansprechen.
Als bundeszentraler
Träger sieht die BKJ das Förderprogramm als Chance, weitere
bürgerschaftlich Aktive für die kulturelle Arbeit zu
gewinnen und freiwilliges Engagement noch stärker in
Kultureinrichtungen und regionalen kulturellen Netzwerken zu
etablieren - v.a. auch dort, wo sich bisher keine
entsprechenden Formen für Freiwilligendienste gefunden
haben.
Darüber hinaus ist es im Musik-, Theater-, Tanz-,
Medien- und Kunstbereich äußerst anziehend für
Freiwillige und entspricht den modernen Engagementinteressen von
alten und jungen Menschen in vielerlei Weise. Kultureinrichtungen
sind mit ihrer Offenheit, Lebendigkeit, Flexibilität und
Kreativität prädestiniert für freiwilliges Mittun. So
lassen sich
Die Bedeutung der kommunalen Familienpolitik tritt immer stärker
in das gesellschaftliche Bewusstsein und bestimmt die politische
Diskussion. Der Grund dafür liegt in der Erkenntnis, dass
Familienpolitik vor allem auch dort stattfinden muss, wo die Familien
leben, in den Gemeinden und Städten, also unmittelbar vor Ort.
Denn dort werden die wichtigen Rahmenbedingungen für ein
familienfreundliches Umfeld gestaltet. Kindergärten,
Spielplätze, familiengerechte Wohnungen, Vergünstigungen
für Familien in verschiedensten Einrichtungen wie Bibliotheken
oder Schwimmbäder, sind ganz entscheidende Faktoren, die das
Leben von Familien wesentlich beeinflussen.
Bayerns
Familienministerin Stewens hat deshalb im November 2002 den
Startschuss für das Pilotprojekt "Kommunale
Familientische" in Bayern gegeben. In jedem bayerischen
Regierungsbezirk gibt es einen Standort für einen Kommunalen
Familientisch. Es wurden Germering für Oberbayern, der Markt
Pilsting für Niederbayern, Neu-Ulm für Schwaben,
Mitterteich für die Oberpfalz, Bamberg für Oberfranken,
Neustadt a. d. Aisch für Mittelfranken und Bergtheim für
den Regierungsbezirk Unterfranken ausgewählt.
Mit dem Projekt
"Kommunaler Familientisch" soll die örtliche
Familienpolitik ausgebaut, weiterentwickelt und vernetzt werden.
Dabei werden alle Akteure, die sich in der Kommune für Familien
engagieren, einbezogen und vorhandene Erfahrungen mitberücksichtigt.
Durch den Kommunalen Familientisch wird das bürgerschaftliche
Engagement für Familien in der Kommune gebündelt und
Bürgerinnen und Bürger für die Mitarbeit an
familienfreundlichen Projekten gewonnnen.
Die Pilotphase des Projektes wurde in allen sieben Kommunen bis
Februar 2004 beendet. Die vorhandenen Familientische werden als
ständige Einrichtungen fortgeführt.
Die ausgewählten
Kommunen sind Multiplikatoren für ihren Regierungsbezirk. Das
bedeutet, dass sie für interessierte Kommunen Ansprechpartner
sind und ihre Informationen und Erfahrungen - auch nach dem
Ende der Pilotphase - weitergeben. Zum Ende der Pilotphase wird
ein Leitfaden erarbeitet, in dem die Erfahrungen aus den Standorten
einfließen. Dieser Leitfaden wird allen bayerischen Kommunen
zur Verfügung gestellt und kann voraussichtlich ab Mitte 2004
vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen bezogen werden. Er soll interessierten Gemeinden
und Städten als Handlungsanleitung dienen, einen eigenen
"Kommunalen Familientisch" einzurichten.
Standorte der Pilotprojekte und Ansprechpartner:
Germering: Herr Didrichsons, Tel. 089 89419-220, E-Mail: soziales@germering.de
Pilsting: Herr Bauer, Tel. 09953 9301-302, E-Mail: franz.bauer@pilsting.de
Neu-Ulm: Herr Jakob, Tel. 0731 7050-411, E-Mail: M.Jakob@Stadt.Neu-Ulm.de
Mitterteich: Herr Bürgermeister Grillmeier, Tel. 09633 89-111, E-Mail: roland.grillmeier@mitterteich.de
Bamberg: Herr Grimm, Tel. 0951 871 500, E-Mail: rgrimm@stadt.bamberg.de
Neustadt a. d. Aisch: Herr Herzog, Tel. 09161 666-62, E-Mail: andreas.herzog@neustadt-aisch.de
Bergtheim: Herr Bürgermeister Wittstadt, Tel. 09367 90071-0, E-Mail: Poststelle@vgem-bergtheim.bayern.de
Aktualisiert am 21.07.2010 - Startseite ▲ nach oben