▼ Ilse Aigner, Bundeslandwirtschaftsministerin
Bundeslandwirtschaftsministerin
Aus der Rede zur Eröffnung des 23. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft", am 17.8.2010:
"Mit dem Wettbewerb zeichnen wir nicht nur Dörfer
aus, sondern auch die engagierten Menschen, die dort leben. Bürgerinnen
und Bürger die über den eigenen Tellerrand schauen und Verantwortung
übernehmen – beispielsweise in Vereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr
oder im Ehrenamt. Denn ehrenamtliches Engagement ist für das Leben in
unseren Dörfern von unschätzbarem Wert."
Bayerischer Ministerpräsident
Aus der Rede beim Tag des Ehrenamts im Handwerk, Bayreuth, 28.7.2008:
"Bürgerschaftliches
Engagement ist bei uns in Bayern größer als anderswo. Mehr als ein
Drittel der Menschen in Bayern sind freiwillig tätig. Dieses enorme
Potenzial könnte der Staat nie und nimmer ausgleichen. Ehrenamtliches
Engagement gehört zum Rückgrat unserer Gesellschaft. Es sorgt für
Zusammenhalt und Heimatbewusstsein. Es ermöglicht eine breite Vereins-,
Verbands- und Innungsstruktur. Dadurch werden viele Bürgerinnen und
Bürger erreicht, angesprochen und eingebunden in ein
gesamtgesellschaftliches Wirken. Ehrenamt ist Eigeninitiative und
Eigenverantwortung. Das sind wesensverwandte Tugenden zum Handwerk.
Die Ehrenamtlichen beweisen immer wieder: Nicht die Ellenbogen sind unser wichtigster Körperteil, sondern Herz und Verstand! Sie
alle wissen, dass es eine große Freude ist, wenn man den Erfolg seiner
Bemühungen sieht. Das Wissen, etwas Gutes, etwas Wichtiges geleistet zu
haben - das ist die Hauptmotivation für freiwilliges Tun. Das kann man
durch Geld nicht aufwiegen. Ehrenamtlich Tätige ziehen ihren Lohn aus
der Aufgabe selbst und aus dem gemeinschaftlichen Engagement für
andere. Vor diesem unentgeltlichen Bemühen muss die Gesellschaft ihren
Hut ziehen. Wir, die Menschen in diesem Land, sind dankbar, dass es
noch so viel Bürgersinn gibt."
Aus der Rede zur Eröffnungsveranstaltung der Initiative "Stifterland Bayern" , München, 27.3.2008 :
"Der Freistaat Bayern ist mit seinen knapp 3.000
Stiftungen eines der reichsten Stiftungsländer Deutschlands. Hinzu
kommen noch einige tausend kirchliche Stiftungen unter kirchlicher
Aufsicht, die ebenfalls gemeinnützig sind. Alleine im vergangenen Jahr
sind in Bayern 222 neue Stiftungen als rechtsfähig anerkannt worden.
Das sind 40 Prozent mehr als im Jahr davor. Wir dürfen zu Recht von
einem wahren Stiftungsboom sprechen.
Bürgerschaftliches
Engagement ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Mehr als ein Drittel
der Menschen in Bayern sind freiwillig tätig. Ob durch Stiftungen oder
in Vereinen und Verbänden, ob im wissenschaftlichen, sozialen,
künstlerischen, kulturellen oder sportlichen Bereich, ob im Bereich der
Bildung oder in der Natur- und Heimatpflege - unser Land lebt von
diesem freiwilligen Einsatz und der Bereitschaft, gesellschaftliche
Verantwortung zu übernehmen. Gerade die steigende Zahl der
Bürgerstiftungen belegt das eindrucksvoll. Seit der Gründung der ersten
deutschen Bürgerstiftungen 1996 in Gütersloh gibt es in Deutschland
mittlerweile rund 10.000 Stifterinnen und Stifter, die sich mit ihrem
Stiftungskapital in mehr als 150 Bürgerstiftungen vor Ort einbringen.
Damit ist die Gruppe der Stifter in Bürgerstiftungen eine der größten
Stiftergruppen überhaupt. Neben dem monetären Kapital kommt ein
ideelles dazu. Die Stifterinnen und Stifter leisten jährlich rund
200.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Stiftungen zum Wohl der
Allgemeinheit.
In Bayern gibt es rund 25 Bürgerstiftungen. Hier
wird Bürgersinn und bürgerschaftliches Engagement lebendig. Ich wünsche
mir, dass diese Beispiele in unserem Land noch viele Nachahmer finden.
Es kommt auf jede und auf jeden an! Unter dieses Leitmotiv habe ich
auch meine Regierungserklärung gestellt, denn ich bin überzeugt: Wir
alle tragen Verantwortung für die Gestaltung unserer Gesellschaft."
Aus der Regierungserklärung, 15.11.2007, Bayerischer Landtag:
"Gemeinsam für Bayerns Zukunft heißt: Die Bürger aktiv am Gemeinwesen beteiligen.
Wir
wollen, dass sich möglichst viele Bürger mit ihren Ideen, ihrer
Kreativität und ihrem Können in unser Gemeinwesen einbringen. Viele
Bereiche unserer Gesellschaft sind ohne das Mitwirken unserer
Bürgerinnen und Bürger gar nicht denkbar. Das gilt insbesondere für das
kulturelle und soziale Gesicht Bayerns."
"Gemeinsam für Bayerns Zukunft heißt: Die Bürger am politischen Prozess beteiligen.
Vielfach
wird Politikverdrossenheit und eine Teilung der Gesellschaft in "die da
oben" und "die da unten" beklagt. Deshalb möchte ich Bürger am
politischen Entscheidungsprozess beteiligen. Ich werde daher ein
Bürgergutachten auf den Weg bringen, damit die Meinung der Bürger
genauso in politische Entscheidungen über Zukunftsfragen Bayerns
einfließen kann wie die Meinung von Politikern, Wissenschaftlern und
anderen Experten."
Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement (UABE) des Deutschen Bundestags
Aus der Sitzung des UABE, 17.6.2009:
"Dank einer Vielzahl von Eingaben und Anfragen haben wir ein Politikfeld namens Engagementpolitik begründet und im Bundestag etabliert. Das ist ein Quantensprung für die Arbeit dieses Ausschusses."
Leiter des Referats Bürgerschaftliches Engagement im Bayerischen Sozialministerium
Auf der Fachtagung zum Thema "Ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich" im Bayerischen Landtag, 26.10.2009:
"Vor
einer Reaktion auf die gesellschaftlichen Veränderungen muss man sich
Gedanken über die Aufgabenverteilung machen: Der Staat kann nur die
Rahmenbedingungen schaffen, um das Potenzial zu aktivieren. Ideen und
Initiativen müssen von der Basis kommen. Wenn der Nachwuchs fürs
Ehrenamt ausbleibt, muss man sich überlegen, welche Angebote gemacht
werden können, um die Aufgaben im Ehrenamt wieder attraktiv und
interessant zu machen."
Präsident des Bayerischen Landtages
Aus der Rede zur Verleihung des Bürgerkulturpreises des Bayerischen Landtags, 7.12.2007:
"Mit Blick auf die demografische Entwicklung und die damit verbundenen gesellschaftlichen bzw. gesellschaftspolitischen Herausforderungen ist es notwendig, neue Formen der Nachbarschaftshilfe und des bürgerschaftlichen Engagements aufzubauen."
Rede im Rahmen einer Fachtagung der Konrad-Adenauer-Stiftung: "Gemeinschaftsaufgabe Bürgergesellschaft - Plädoyer für Verantwortung und Subsidiarität", 23.11.2001
Vizepräsident des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
"Bürgerschaftliches Engagement - ein Motor für die Integration von Zuwanderern", Statement zum "Tag der Integration", 24.9.2006, Nürnberger Rathaus. (pdf-Datei, 0,1 MB)
Bayerische Familienministerin
Zur ARD-Themenwoche "Ist doch Ehrensache! Wie Menschen sich für die Gesellschaft engagieren", 8.5.2009:
"Ehrenamtliche
beweisen immer wieder mit Herz, Hand und Verstand wie wichtig sie sind.
Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für Andere einsetzen,
schaffen ein großes soziales Netzwerk und leisten einen wesentlichen
Beitrag zu einem menschlichen, wertebewussten Miteinander in unserer
Gemeinschaft. Das verdient besondere Wertschätzung. Tag für Tag sind
sie für andere da, trainieren Kinder in Sportvereinen, engagieren sich
in Nachbarschaftshilfen, betreuen hilfsbedürftige Menschen in Heimen,
rücken nachts aus zu Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdiensten, sind
unentbehrlich bei Kirchen und karitativen Trägern, ohne das dies immer
groß thematisiert wird. Meist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung
helfen sie direkt und wirksam."
"Ehrenamtliche haben sich Dank und
Anerkennung mehr als verdient, doch damit wollen wir es nicht bewenden
lassen. Der Staat - wir alle haben eine Fürsorgepflicht für unsere 3,8
Millionen Freiwilligen im Lande. Hier hat Bayern mit der Bayerischen
Ehrenamtsversicherung Zeichen gesetzt. Dadurch sind ehrenamtlich Tätige
in ihren Funktionen geschützt, sei es wenn sie einen Schaden
verursachen oder ihnen selbst bei ihrem Engagement etwas passiert.
Diese Versicherung bedarf keines eigenen Antrags und der Freistaat
übernimmt hierfür die Beiträge."
Staatssekretär im Bundesfamilienministerium
Anlässlich der Auszeichnung von Freiwilligenagenturen mit dem Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 18.2.2010:
"Bereits ein Drittel aller
Deutschen engagiert sich ehrenamtlich, ein weiteres Drittel möchte sich
engagieren. Moderne Freiwilligenagenturen müssen kompetente
Anlaufstellen mit passgenauen Angeboten sein für alle, die sich
engagieren möchten."
"Wir brauchen einfache Zugangswege ins
bürgerschaftliche Engagement, verlässliche Ansprechpartner, innovative
Ideen und gute Strukturen, damit wir auch die Menschen erreichen, die
wir bislang nicht erreichen konnten. Freiwilligenagenturen mit dem
Siegel haben dies erkannt."
Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
Grußwort zur Verleihung der "SeniorenEhrenamtsKarte" (seneka), Modellprojekt "Erfahrungswissen für Initiativen" - EFI, 7.4.2004, Mühldorf
Staatssekretär im Bundesfamilienministerium
Zum
Start von "Freiwilligendienste machen kompetent", einem Programm
des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend für benachteiligte Jugendliche, 24.9.2007:
"Die Freiwilligendienste
bieten den Jugendlichen die Gelegenheit, sich selbst einzubringen,
Verantwortung zu übernehmen und ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln.
Das freiwillige Engagement nützt nicht nur den Freiwilligen selbst,
sondern ist auch positiv für den sozialen Zusammenhalt. Die Mitarbeit
in sozialen, ökologischen und kulturellen Einrichtungen fördert ihre
persönliche Entwicklung, ermöglicht wichtige Erfahrungen und bietet
neue Kontakte. Die Freiwilligen erwerben so Fähigkeiten, die als
Schlüsselkompetenzen auch am Arbeitsmarkt gefragt sind."
Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz
Beim Dialogforum "Ehrenamt und Naturschutz" im Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011, 18.2.2011, Bonn
"Ohne die Unterstützung von Freiwilligen wäre der Naturschutz in Deutschland weniger leistungsfähig. Es gäbe keine Roten Listen gefährdeter Arten und kein bundesweites Vogelmonitoring. Unser Wissen über Verbreitung und Bestandsentwicklung von Arten wäre nur spärlich. Ehrenamtlich erhobene Daten bilden die Basis für effiziente Naturschutzmaßnahmen - und zwingen Behörden und Politik dazu, sich mit aktuellen Entwicklungen der biologischen Vielfalt auseinander zu setzen. Gerade in Zeiten knapper Finanzen muss aber auch darauf geachtet werden, dass aufgrund knapper Ressourcen nicht zunehmend staatliche Aufgaben ins Ehrenamt abgeschoben werden."
Bundespräsident
Aus der Berliner Rede, 17.6.2008:
"Denn die Bürgergesellschaft schafft auf vielfältige Weise Zusammenhalt, wie ihn Staat und Verwaltung nie und nimmer organisieren können. Das zeigen so eindrucksvolle Beispiele wie das 'Cadolzburger Modell' und die 'Videogruppe SFA'. In Cadolzburg helfen Senioren jungen Schülern, oft mit Migrationsgeschichte, die ihren Hauptschulabschluss zu verpassen drohen. Sie bilden Tandems mit den jungen Leuten, treffen sich wöchentlich mit ihnen, hören sich Sorgen an, geben Rat und sind einfach da. Inzwischen sind 250 Coaches an 20 Schulen in Mittelfranken im Einsatz. Sie erreichen, worum sich die Lehrerschaft und das Jugendamt oft vergeblich bemühen: Die Jugendlichen fassen Vertrauen, entwickeln Selbstbewusstsein, und dann geht es auch in der Schule wieder viel besser."
"Noch bessere Rahmenbedingungen für
bürgerschaftliches Engagement und gutes Miteinander könnten auch die
Städte und Gemeinden bieten - vorausgesetzt, sie bekommen die nötigen
Entscheidungsspielräume und Gelder dafür. Wir brauchen viele attraktive
Orte und Institutionen, vom Jugendfreizeitzentrum bis zum öffentlichen
Sportplatz, an denen Menschen aus unterschiedlichen Milieus und mit
unterschiedlichen Erfahrungen gern zusammenkommen. Wir sollten dazu
gezielt auch und gerade diejenigen ermutigen, die abseits stehen - sei
es, weil sie sich ausgeschlossen fühlen, zum Beispiel weil sie derzeit
keine Arbeit haben; sei es, weil sie sich womöglich zu fein dafür
geworden sind."
"Schließlich: Es sollte viel mehr Jubel und
Anerkennung geben - vom Blumenstrauß in der Gemeinderatssitzung bis zum
Ehrenplatz bei einer Aufführung des Stadttheaters - Jubel und
Anerkennung für alle, die sich engagieren und etwas auf die Beine
bringen, was dem guten Miteinander dient. Das alles stärkt unsere
Bürgergesellschaft und hilft dadurch mit, unsere Vielfalt zu verbinden
zu einem guten Ganzen.
Und darum gehört auch die Vitalisierung
unserer Demokratie, der Sozialen Marktwirtschaft und der
Bürgergesellschaft auf die Agenda 2020."
(Berliner Rede 2008 als pdf-Datei, 0,15 MB)
Ansprache zur Auftaktveranstaltung der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements, 15.9.2006, Berlin. (pdf-Datei, 0,01 MB)
Ansprache zur Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 4.10.2004, Berlin. (pdf-Datei, 0,01 MB)
Aus der Antrittsrede, 1.7.2004, Deutscher Bundestag: "Wir können in
Deutschland vieles möglich machen"
"Auch im sozialen
Bereich brauchen wir noch Ideen, Ideen wie die der Berliner
Stadtmission. Diese hat vor fünf Jahren gemeinsam mit privaten
Spendern und Firmen das 'Zentrum Lehrter Straße'
gegründet. Eine Anlaufstation für Wohnungslose und
Strafgefangene ist dort entstanden, ein Jugendgästehaus und
gesellschaftliches Forum zugleich. Ohne auf den Staat zu warten,
haben sich hier Bürger zusammengeschlossen, um anderen Bürgern
in Not tatkräftig zu helfen. Sie waren mutig, kreativ,
risikobereit. Sie haben nicht gewartet. Solche Beispiele gibt es noch
mehr in Deutschland und wir brauchen auch noch mehr. Auch das sind
Ideen 'Made in Germany' auch das lässt mich hoffen
und macht mich zuversichtlich."
Präsidentin von Goetheinstitut/Inter Nationes 2003
"Demokratie ist auf allen Ebenen
beschwerlich,
auf der staatlichen wie auf der gesellschaftlichen. Wir sind erst
dabei, eine bürgerschaftliche Tradition zu begründen. Die
Aufgabe, eine Kultur von Bürgersinn und Bürgerinitiative zu
fördern, lässt sich gut mit dem Auftrag der Bundes- und
Landeszentralen für politische Bildung verbinden. Auch die
privaten wie politischen Stiftungen machen es sich mehr und mehr zur
Pflicht, tatwillige Bürger und Bürgerinnen über
Möglichkeiten und Formen eines von ihnen geplanten
gesellschaftlichen Engagements zu informieren. Eine Fibel über
Wege, Instrumente, Ausdrucks- und Assoziationsformen dürfte der
Einstieg sein. Freiwilligenagenturen, die Menschen Angebote machen,
die sich engagieren wollen, leisten bereits wertvolle Hilfe.
Wahrscheinlich wird es bald das Berufsbild eines Beraters für
Bürgerinitiativen geben."
(Aus: Die Demokratie und
ihre Bürger, C.H. Beck 2003, S. 150 f.)
Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Anlässlich der Konferenz von OECD und BMELV "Innovative Daseinsvorsorge: den Herausforderungen für ländliche Räume begegnen", 3./ 4.4.2008:
Bundeskanzlerin, Parteivorsitzende der
CDU
Aus der Rede anlässlich des Empfangs für Ehrenamtliche "Gemeinsam geht's - Menschen helfen Menschen" am 5.4.2011:
„Ehrenamt erfordert natürlich Vieles. Wenn man in einer Sonntagsrede
darüber spricht, kann man sagen, dass das ein schönes Engagement für
andere ist. Das Ehrenamt erfordert aber auch Ausdauer, es erfordert
Verlässlichkeit. (...) Es bedarf einiger Netzwerke und es bedarf
bestimmter Strukturen. Gerade die Netzwerke haben sich in den letzten
Jahren erheblich verändert. Deswegen muss Ehrenamt im
21. Jahrhundert auch darauf eingehen. Es ist eben so, dass
Netzwerke, die es früher gab – die Großfamilien zum
Beispiel –, oft nicht mehr existieren. (...) Nun ist es bei aller
Freiwilligkeit aber natürlich so, dass wir uns als Staat nicht
zurückziehen können. Man kann eine Atmosphäre schaffen, in der Ehrenamt
Spaß macht, man kann aber auch eine Atmosphäre schaffen, in der sich
diejenigen, die ehrenamtlich tätig sind, ausgenutzt fühlen. Die
Gratwanderung dazwischen ist sehr, sehr schmal. Deshalb ist es ganz
wichtig, dass wir Expertise sammeln und dass wir mit Ihnen immer wieder
ins Gespräch kommen. Denn nach meiner festen Überzeugung kann unsere
Gesellschaft, in der die Soziale Marktwirtschaft die tragende Säule
ist, nicht funktionieren, ohne dass Ehrenamt und Professionalität Hand
in Hand gehen.“
„Wir müssen uns aber immer wieder vor Augen halten: Wenn wir alles
professionalisieren müssten, wäre unsere Gesellschaft sehr viel
schlechter dran. Deshalb sind wir auch immer wieder auf das
Zusammenwirken von Arbeitgebern, von Kommunen und von Freiwilligen
angewiesen. Wenn der ökonomische Druck der einzige Faktor wäre, der in
einer globalisierten Welt zählt, dann würde Rationalisierung dazu
führen, dass wir all diese Arten von Engagement nicht mehr hätten.
Deshalb ist eine der ganz großen Herausforderungen, vor denen die
Politik steht, das rechte Maß zu finden. Dabei geht es natürlich auch
darum, mithalten zu können. Wir können den Arbeitgebern nicht auf der
einen Seite sagen, dass es uns nicht interessiert, unter welchem
Wettbewerbsdruck sie stehen, und sie auf der anderen Seite ermutigen,
dafür zu sorgen, dass das, was unsere Gesellschaft so lebenswert macht,
auch weiter gelebt werden kann.“
„Einige haben sich – das ist auch heute in der Diskussion deutlich
geworden – mehr Unterstützung und Beratung für ihr Ehrenamt
gewünscht, zum Beispiel vonseiten der Freiwilligenagenturen. Ich
glaube, dass wir noch viel mehr Menschen gewinnen könnten, wenn es mehr
Beratung, mehr Unterstützung gäbe. Deshalb darf der Staat nicht denken,
dass das Ehrenamt schon von alleine funktioniert, sondern der Staat
sollte durchaus immer wieder Anlaufstellen bereithalten – egal auf
welcher Ebene; auf Bundesebene, Länderebene, kommunaler Ebene –,
in denen sich jemand, der etwas tun möchte, auch aufgehoben fühlt.“
„Sie, die Sie hier sitzen, sind neben den Millionen anderen, die sich
ehrenamtlich engagieren, natürlich die besten Werbeträger –
sozusagen Botschafter des Ehrenamts. Ihnen von Zeit zu Zeit Gehör zu
verschaffen – im Internet, in der Regionalpresse, in der
bundesweiten Presse –, halte ich für ganz wichtig.“
Aus dem Video-Podcast # 13/11 vom 2.4.2011 anlässlich des Empfangs "Gemeinsam geht's - Menschen helfen Menschen":
"Am nächsten Dienstag erwarte ich im Bundeskanzleramt 200 Gäste, auf die ich mich sehr freue. Sie sind bei uns stellvertretend für die Millionen Menschen in unserem Lande, die sich ehrenamtlich engagieren, zu Gast. Ich möchte mit meiner Einladung ganz bewusst ein Zeichen setzen. Denn diejenigen, die in unserem Lande ehrenamtlich tätig sind – sie fördern eine Haltung zu unserer Gesellschaft, die Toleranz ausdrückt, die für Respekt wirbt und die zeigt, dass es Spaß macht, sich für andere einzusetzen.
Durch ehrenamtlich Tätige – sei es in der Politik, in der Gesellschaft, im Sport, im sozialen Bereich –, durch diese Tätigkeit wird unsere Gesellschaft reicher. Und es wird etwas geleistet, was der Staat alleine nicht leisten kann. Es ist also ein Engagement für andere – oft für diejenigen, die Hilfe, Unterstützung brauchen, oft für junge Menschen und Kinder, oft für Ältere und diejenigen, die schon viel für unser Land geleistet haben.
Aber ehrenamtliche Tätigkeit ist auch eine Bereicherung für diejenigen, die diese Tätigkeit ausüben. Denn oft kann man Eigenschaften, Erfahrungen und Talente einbringen, die im Berufsleben nicht so zur Geltung kommen. Und man bereitet nicht nur anderen eine Freude, sondern sich selbst auch – weil man neben der beruflichenTätigkeit Erfolge sieht, die sonst nicht stattfinden würden. Die Bundesregierung möchte das Ehrenamt fördern, indem wir eine entsprechende gesetzliche Grundlage für bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt schaffen."
Aus der Rede anlässlich der Delegiertenversammlung des 28. Deutschen Feuerwehrtages, 11.6.2010, Leipzig:
"Es
reicht nicht, wenn man sich immer nur der Bedeutung ehrenamtlicher
Tätigkeiten erst dann bewusst wird, wenn sie einmal nicht mehr da sind.
Nur eine Kultur des Gemeinsinns und der verantworteten Freiheit hält
eine Gesellschaft lebendig."
Aus der Rede zur Verleihung des "Förderpreises Aktive Bürgerschaft 2010" , 8.3.2010, Berlin:
"Nun
ist es ja so: Wenn Politiker über bürgerschaftliches Engagement
sprechen, dann muss man aufpassen – ich habe das in meiner
Videobotschaft anlässlich dieses Förderpreises gesagt –, dass man nicht
sagt: Na ja, der Staat hat es gern billig, ein bisschen preiswerter,
einfacher. Aber braucht er sich nicht zu kümmern, vernachlässigt er
seine Aufgaben. Deshalb sage ich gleich zu Beginn eindeutig: Es geht
hier nicht um Entweder/Oder, sondern darum, dass der Staat seine
Aufgaben erfüllt, wobei aber das gesellschaftliche Miteinander niemals
so zufriedenstellend sein kann, wie es durch gemeinsames Engagement,
durch Ehrenamt, durch bürgerschaftliches Engagement werden kann.
Es
geht also um ein Miteinander. Es gibt auch Strukturen, die notwendig
sind, um ein Miteinander überhaupt zu ermöglichen. Dennoch ist es so,
dass ich heute danke dafür sage, dass sich so viele für dieses
Engagement entschieden haben, Beispiele schaffen und anderen helfen und
– davon bin ich überzeugt – auch für sich selbst eine große
Bereicherung in dem, was sie tun, erfahren.
Eine freiheitliche
Gesellschaft, die dem Einzelnen ja viele Rechte einräumt, braucht
natürlich die Rücksicht und die Verantwortlichkeit des Einzelnen.
Freiheit verstehen wir so, dass es immer auch eine Freiheit zu etwas
ist – zur Verantwortung –, nicht eine Freiheit von etwas, wie es
manchmal dramatisch missverstanden wird. Diese Freiheit zu etwas ist –
so würde ich nach meinem Menschenverständnis sagen – dem Menschen
immanent. Er möchte etwas tun. Diese Freiheit braucht natürlich Raum in
einer Gesellschaft, um sich entfalten zu können.
Es ist
auch so, dass wir immer wieder nachspüren: Woher kommt die Bereitschaft
von Menschen, sich ehrenamtlich zu engagieren – ob im Sportverein, bei
der Feuerwehr, im Musikverein, in Selbsthilfegruppen oder in
Bürgerstiftungen? Ich will darauf verweisen, dass eine Denkschrift der
'Aktiven Bürgerschaft' den Titel 'In eigener Regie' trägt. Er verweist
auf ein ganz wichtiges Motto des Ehrenamts, nämlich den Wunsch, selbst
etwas gestalten und bestimmen zu können und diesen Wunsch so
auszuleben, dass er in dem Bestreben, dabei anderen zu helfen, auch
immer wieder zum Ursprung des bürgerlichen Engagements führt.
Die
Entscheidung, in eigener Regie etwas zu tun, ist eine gar nicht so
einfache Sache. Auf dem Kanapee zu sitzen, im Fernsehen das Elend und
die Fehler der Wirklichkeit anzuschauen und anschließend darüber zu
sprechen, dass das alles ja so nicht sein könne, aber dann doch wieder
nur inaktiv zu verharren, ist die eine Möglichkeit. Die andere – sich
zu engagieren – setzt voraus, dass ich mich für etwas entscheide. In
der Vielfalt der Entscheidungsmöglichkeiten ist das gar nicht so
einfach. Wenn ich diese Entscheidung für etwas getroffen habe, dann
muss ich auch noch den Weg finden, wie ich sie umsetze. Dabei – so geht
es mir jedenfalls, wo immer ich mich engagiert habe – merkt man ja
erst, welch endliche Kraft jeder Einzelne hat und wie wichtig es ist,
dass es viele sind, die etwas tun, damit unsere Gesellschaft insgesamt
Gestalt, eine andere Gestalt annimmt."
Saarländischer Ministerpräsident
Aus
einem Interview in "Aktive Bürgerschaft Aktuell"
3/2004:
"Ich vertrete seit vielen Jahren die Auffassung,
dass wir in Deutschland die Gestaltung unseres Gemeinwesens wieder
als eine kooperative Aufgabe von Bürgerinnen und Bürgern,
gesellschaftlichen Organisationen, Wirtschaftsunternehmen und dem
Staat begreifen und praktizieren müssen. Wir brauchen mehr
private Initiativen, mehr Engagement und Verantwortung des Einzelnen.
Und wir brauchen private Netzwerke und Kompetenzzentren, die in
Theorie und Praxis am Aufbau der Bürgergesellschaft
mitwirken."
"Es ist klar, dass die Politik die
Bürgergesellschaft nicht von oben verordnen kann. Die Quelle für
soziales Engagement liegt letztlich in den Herzen, Köpfen und
Händen der Bürgerinnen und Bürger. Die Politik aber
wird aus meiner Sicht zum einen gebraucht, um der Eigengestaltung
durch die Bürger mehr Freiraum zu schaffen - und dabei
gibt es noch viele ungenutzte Möglichkeiten. Zum anderen liegt
es vor allem in der Hand der Politik, die Rahmenbedingungen und die
Anreizstrukturen für bürgerschaftliches Engagement zu
ermöglichen statt es zu verhindern. Wenn etwa eine Bürgergruppe
eine Versammlung in der am Abend ungenutzten Schule durchführen
will, dann darf dies nicht an der Frage der Schlüsselgewalt
scheitern."
"Ich plädiere erstens für
eine Stärkung der Selbstverantwortung. Es muss wieder deutlich
werden, dass in einem Sozialstaat die persönliche Verantwortung
auf Gegenseitigkeit eine wichtige Voraussetzung für Solidarität
ist. Ich setze mich zweitens ein für eine Verbesserung der
Bürgerbeteiligung im politischen Prozess und die Schaffung von
Freiräumen für die Entwicklung von bürgerschaftlichem
Engagement. Dazu gehört auch, dass die Bürgerinnen und
Bürger mehr Mitwirkungsrechte erhalten - vor allem auf
lokaler Ebene. Und ich sehe drittens die Notwendigkeit,
bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen - nicht
zuletzt durch öffentliche Anerkennung und Würdigung der
Arbeit für das Gemeinwohl.
Nur wer sein Leben selbst in die
Hand nimmt, sich selbst körperlich und geistig fit hält,
hat einen moralischen Anspruch auf Unterstützung, wenn er
alleine nicht mehr weiterkommt. Und nur wenn jeder für sich
selbst das tut, was er kann, werden genügend Mittel frei, um
denen zu helfen, die sich nicht alleine helfen können. Aus
meiner Sicht ist die Übernahme der Selbstverantwortung die erste
Bürgerpflicht. Erst dann, sozusagen in einem zweiten Schritt,
wird soziales Engagement möglich. Und das beginnt bereits dort,
wo man einen Blick hat für die kleinen Nöte seiner
Mitmenschen und darauf reagiert. Die Bürgergesellschaft beginnt
dort, wo einer dem anderen die Hand reicht. Es sind oft gerade die
kleinen Gesten und Taten, die das Zusammenleben verbessern. Und noch
eines: Wir würden gut daran tun, der Bürgergesellschaft die
Schwere und das Pathos zunehmen. Für mich sind die besten
Antriebsfedern für bürgerschaftliches Engagement die Freude
am Leben, die Lust auf eine lebendige Gemeinschaft mit anderen
Menschen und der Spaß am Gestalten der eigenen Lebenswelt."
Ministerpräsident von Brandenburg
Aus dem Artikel "Schwierige
Zeiten -
Plädoyer für eine neue Sozialpolitik", FAZ, 6.11.2005:
"'Die
Politik eines
Staates sollte danach beurteilt werden, inwieweit sie Glück
mehrt und Leid mindert', schreibt Richard Layard. Deshalb tun
wir gut daran, uns über die Frage der Gerechtigkeit und ihre
Bedingungen neue Gedanken zu machen. Meine aus der ostdeutschen
Erfahrung seit 1989 gewonnene These lautet: Soziale Gerechtigkeit
unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts ist vor allem eine Frage
der Zugehörigkeit, des Mitmachens, der aktiven Beteiligung der
Menschen an den Angelegenheiten ihres Gemeinwesens.
Gebraucht
zu
werden - das ist das Entscheidende. Denn gebraucht zu werden
schafft Lebenssinn, sozialen Zusammenhang, das Empfinden von Glück.
Jeder kennt das: Man packt gerne mit an, man hilft sich gegenseitig,
man tut sich mit anderen zu gemeinsamen Zwecken zusammen. Und man
empfindet Freude dabei - ganz einfach weil es gut tut, gebracht
zu werden. Wo Bürgerinnen und Bürger handfest erleben, dass
sie selbst ihr eigenes Gemeinwesen gestalten, da wenden sie sich auch
dann nicht verbittert ab, wenn es schwierig wird. So gesehen müssen
schwierige Zeiten eben keineswegs automatisch unglückliche
Zeiten sein. Sie sind es für diejenigen nicht, die entschlossen
darangehen, erkannte Probleme in den Griff zu bekommen. Schon deshalb
werden wir daran arbeiten müssen, in Deutschland eine neue
Grundhaltung des Zupackens zu entwickeln. Zupackende Menschen sind
die glücklicheren Menschen."
MdB
Aus der Erklärung zum Internationalen Tag der Freiwilligenarbeit
"Bürgerschaftliches Engagement fördern", 5.12.2000:
"Das
bürgerschaftliche Engagement ist die 'Seele der
Demokratie'. Zu unserem gesellschaftlichen Leitbild gehört
der engagierte Bürger und die engagierte Bürgerin ebenso
wie das engagierte Unternehmen. Solidarität, Bürgersinn und
Zivilcourage sind für eine Gesellschaft wie die unsere, die auf
Integration und Teilhabe gegründet ist, unverzichtbar. Eine
starke solidarische Zivilgesellschaft kann gerade in den Zeiten des
gesellschaftlichen Wandels das Gefühl der Zugehörigkeit und
der Zusammengehörigkeit vermitteln.
Viele Bürgerinnen
und Bürger sehen das ebenso und engagieren sich in klassischen
Ehrenämtern, sozialen Initiativen und Selbsthilfegruppen. Viele
notwendige, nützliche und kulturell wichtige Aktivitäten in
unserer Gesellschaft wären ohne den Einsatz von Freiwilligen und
Ehrenamtlichen gar nicht denkbar. Das gilt für Kirchen,
Sportvereine, karitative Einrichtungen, Musik- und Theatergruppen,
die freiwillige Feuerwehr, die Betreuung chronisch Kranker bis hin zu
ehrenamtlichen Schiedsleuten und -richtern.
Für uns ist die
Idee der Zivilgesellschaft eine wichtige Voraussetzung zur sozialen
Teilhabe, ein Nährboden der Demokratie. Deshalb wollen wir das
Engagement der Bürgerinnen und Bürger fordern und fördern.
Die verantwortliche Teilhabe an einem gerechten Gemeinwesen ist der
beste Weg zur Selbstverwirklichung und zu sozialer Identität.
Der engagierte Bürger, der seine Fähigkeiten einbringen
will und kann wird kein Untertan werden. Er will den Staat nicht vor
der Nase haben, sondern an seiner Seite. Um die Teilhabe zu stärken
und die Potenziale der Gesellschaft zu entfalten, braucht es beides:
den aktivierenden Staat und die aktiven Bürger, die
Verantwortung im Gemeinwesen übernehmen."
Alt-Bundespräsident †
Rede beim Festakt zum fünfzigjährigen Bestehen der Bundeszentrale für politische Bildung, 23.11.2002
Rede zur Auftaktveranstaltung des Internationalen Jahrs der Freiwilligen in Deutschland, 5.12.2000, Bonn
Bundesministerin für Gesundheit
Bei der Vorstellung des bundesweiten AWO-Pilotprojekts "Pflege und Betreuung Demenzkranker in der stationären Altenhilfe", Berlin, 17.9.2009:
"Wir müssen es schaffen, möglichst viele gesellschaftlichen Kräfte zu mobilisieren. Dazu gehören die Menschen, die sich in der Pflege freiwillig engagieren wollen. Denen, die es heute schon tun, möchte ich ausdrücklich für ihren Einsatz danken. Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement - Menschen für Menschen - , helfen sie, wo Hilfe nötig ist, entlasten Angehörige und professionelle Pflegekräfte, verbreiten bei den Pflegebedürftigen oft einfach nur Freude, hören zu. Ehrenamtliche Mitarbeiter in der Pflege sind eine Bereicherung für alle. Die Bundesregierung hat zur Stärkung des Ehrenamtes Maßnahmen ergriffen, in dem z.B. die Fördermittel für niedrig schwellige Pflegeangebote und Betreuungsangebote erhöht worden sind. Mit 50 Millionen Euro wird das bürgerschaftliche Engagement in der Pflege gestärkt. Außerdem sollen in den Pflegestützpunkten ehrenamtliche Helfer eingebunden werden; dies wird im Rahmen der Anschubfinanzierung der Pflegestützpunkte gefördert."
Bayerischer Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
"Ehrenamtliches
Engagement
ist eine unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft. Immer
deutlicher werdenden Grenzen des Sozialstaats und die wachsenden
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts verlangen regelrecht nach
einem Mehr an aktiver Bürgerbeteiligung - auch und gerade in der
Selbstverwaltung der Wirtschaft. Oberfranken wäre um vieles
ärmer, wenn es nicht Frauen und Männer gäbe, die ihren
reichen beruflichen Erfahrungsschatz, ihre Ideen, ihre Freizeit und
ihre schöpferische Kraft zum Wohle der Allgemeinheit der
Wirtschaft einsetzen."
Bundeskanzler
Rede zum 10jährigen Jubiläum der
Michael-Otto-Stiftung, 14.10.2003 (pdf-Datei, 0,01 MB)
"Die zivile Bürgergesellschaft. Anregungen zu einer Neubestimmung der Aufgaben von Staat und Gesellschaft" (Beitrag aus Frankfurter Hefte 4/2000)
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Gesellschaftliches Engagement stärken - Kabinett beschließt Nationale Engagementstrategie und "Aktionsplan CSR", Pressemitteilung des BMFSFJ vom 6.10.2010 :
"Wir brauchen das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, denn diejenigen, die sich freiwillig engagieren, tragen mit ihrem Einsatz, mit ihrer Kreativität und Eigeninitiative zum Fortschritt und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft bei. Ihre Arbeit wirkt in einem Maß solidaritätsstiftend, wie es der Staat nie organisieren könnte. Das verdient unsere ganze Unterstützung und Anerkennung! Ich freue mich daher, dass wir heute die erste Nationale Engagementstrategie in Deutschland vorlegen können. So schaffen wir es, dass in Zukunft alle Akteure und Unterstützer an einem Strang ziehen."
"Der freiwillige Einsatz der Bürgerinnen und Bürger ist eine tragende Säule unseres freiheitlichen und demokratischen Gemeinwesens und wird in Zukunft immer wichtiger werden. Wir müssen neue, innovative Lösungen für die Herausforderungen, mit denen wir zunehmend konfrontiert sind, finden. Oft entstehen solche Lösungen durch das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern. Die Bundesregierung wird dafür geeignete Foren des Austauschs fördern und im Bundesfamilienministerium eine Anlaufstelle für soziale Innovationen einrichten."
Aus "engagement macht stark", Magazin des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) - Ausgabe 8/2010:"Nur wenn sich Jugendliche und Erwachsene freiwillig engagieren, werden die zukünftigen Herausforderungen, wie zum Beispiel der demografische Wandel, zu bewältigen sein. Umso wichtiger ist es, diejenigen für ihre Arbeit auszuzeichnen, die sich engagieren und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft dadurch erst möglich machen."
Bayerischer Ministerpräsident
Beim Festakt der Roland-Berger-Stiftung „Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement als Rückgrat der Gesellschaft weiter stärken / Im Jahrzehnt der politischen Erneuerung den Menschen Kraft für die Zukunft geben“, am 23.01.2010:
"Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie spannen ein stabiles Netz über alle gesellschaftlichen Bereiche und verbinden Jung und Alt. Alle, die sich freiwillig engagieren - in Vereinen, Verbänden, caritativ oder in der Jugendarbeit, in Kirchen oder Stiftungen - geben unserer Gesellschaft und unserem Land mit ihrem Tun ein menschliches Gesicht. Deswegen fördert die Staatsregierung das Ehrenamt mit aller Kraft, wie zum Beispiel durch den Aufbau eines Landesnetzwerkes für bürgerschaftliches Engagement."
"Wir
brauchen und wir wollen ein Jahrzehnt der politischen Erneuerung in
Deutschland. Das ist der feste Entschluss der christlich-liberalen
Regierungskoalition ebenso wie der Bayerischen Staatsregierung. Wir
werden alles tun, um die Bürgerinnen und Bürger in diesem Land zu
stärken und ihnen Kraft zur Erneuerung zu geben. Denn mit ihrem
Vertrauen in die eigenen Stärke, mit ihrer Kreativität, ihrem Anpacken
und ihrem Fleiß gestalten sie die positive Zukunft unseres Landes."
"Familie, Bildung und Innovation - das sind die Schwerpunkte der bayerischen Politik für einen neuen Aufbruch. Wir stärken die Familien, denn Familie vermittelt Geborgenheit. Aus der Familie schöpfen wir die Kraft und den Mut für die Gestaltung unserer Zukunft. Wir stärken die Bildung, denn sie schafft Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Wir brauchen Anstrengungsbereitschaft, Bildungsfreude, kreative neue Bildungswege und lebenslanges Lernen. Und wir brauchen Innovation, denn sie schafft Arbeit und soziale Sicherheit."
"Nur wenn viele gesellschaftlichen Kräfte gemeinsam anpacken, werden wir unsere Kinder und Jugendlichen mit ihren Stärken und Fähigkeiten individuell und bestmöglich fördern können."
Zur Erstaushändigung der EhrenamtsCard des Landkreises Cham, 19.6.2009, Bad Kötzting:
„Anerkennung für ehrenamtliches Engagement darf nicht allein in Reden und Grußworten beschworen werden. Mit der neuen Ehrenamtscard des Landkreises Cham gibt es jetzt ein Instrument, das über die bloße Danksagung mit Worten hinausgeht. Die Vergünstigungen, die die Ehrenamtscard bietet, sind ein handfestes und spürbares Dankeschön für den unbezahlbaren Einsatz im Ehrenamt. Die rund 250 Empfänger der ersten Ehrenamtscards geben mit ihrem Engagement in Nachbarschaftshilfen, Selbsthilfegruppen, Kirchen und Wohlfahrtsverbänden, in der Jugendarbeit, in Vereinen oder bei der Feuerwehr ihrem Landkreis ein menschliches Gesicht. Die Ehrenamtscard ist ein starkes Signal, dass den Worten der Wertschätzung auch Taten folgen."
Anlässlich eines Empfangs im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses, 16.2.2009:
"Bürgerschaftliches
Engagement ist in Bayern größer als anderswo. Mehr als ein Drittel der
Menschen in Bayern sind freiwillig tätig. Schätzungen gehen davon aus,
dass Ehrenamtliche in Bayern jeden Monat 75 Mio. Stunden für die
Allgemeinheit leisten. Dieses enorme Potenzial könnte der Staat nie und
nimmer ausgleichen. Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat unserer
Gesellschaft.
Freiwillig und unbezahlt für eine gute Sache einzutreten, setzt Begeisterung, Motivation und Gestaltungsfreude voraus - ganz unabhängig vom Alter. Ehrenamtlich engagierte Menschen wollen ihre Kenntnisse und Erfahrungen erweitern und weitergeben, wollen Verantwortung übernehmen und zusammen mit anderen ein Projekt vorantreiben. Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft und Gemeinschaftssinn - das sind Tugenden und Werte, die unsere Gesellschaft fördern und unterstützen muss. Denn all dies vielfältige Engagement stärkt den Zusammenhalt in unserem Land. Sie alle wissen, dass es die größte Freude und der größte Lohn ist, wenn man den Erfolg seiner Bemühungen sieht. Das Wissen, etwas Gutes, etwas Wichtiges geleistet zu haben, Menschen zu helfen und sogar in Notlagen beizustehen - das ist die Hauptmotivation für freiwilliges Tun. Das kann man durch Geld nicht aufwiegen. Ehrenamtlich Tätige ziehen ihren Lohn aus der Aufgabe selbst und aus dem gemeinschaftlichen Engagement für andere. Vor diesem unentgeltlichen Bemühen ziehe ich den Hut. Ich bin zutiefst dankbar, dass es so viel Bürgersinn in unserem Land gibt. Ich bin überzeugt: Jeder muss an seinem Platz, nach seinen Kräften, Verantwortung übernehmen für sich und für das Gemeinwohl. Wir alle tragen Verantwortung für die Gestaltung unserer Gesellschaft."
Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister
Aus der Rede beim 5. Ehrenabend von "Zeichen setzen“, Würzburg, 30.11.2007:
"Bürgerschaftliches
Engagement hat viele Gesichter. Ob in der unmittelbaren Nachbarschaft
oder in der Gemeinde, ob im Verein oder in der Kirche, ob in
vielfältigen privaten Initiativen, Selbsthilfegruppen oder in den
großen Wohlfahrtsverbänden - überall hier finden wir gelebte
Selbstverantwortung. Diese lebendige Vielfalt ist Ausdruck für eine
große Bereitschaft in unserer Gesellschaft, nicht nur an sich selbst,
sondern auch an seine Mitmenschen zu denken.
Über ein Drittel
unserer bayerischen Bevölkerung ist bürgerschaftlich aktiv. Sehr
erfreulich ist gerade auch die große Einsatzbereitschaft unserer jungen
Generation: 42 % der jungen Menschen unter 24 sind in Bayern
ehrenamtlich tätig. Das ist bundesweit Spitze und zeigt: in Bayern ist
der gesellschaftliche Zusammenhalt größer als anderswo.
Ich bin
dankbar für das großartige bürgerschaftliche Engagement jedes
Einzelnen. Es kommt auf jede und auf jeden an! Unter dieses Leitmotiv
hat unser neuer Ministerpräsident seine Regierungserklärung gestellt.
Der Staat soll und kann nicht alles leisten. Dort, wo die Menschen
Eigenverantwortung übernehmen können, sollen sie es auch so weit wie
möglich tun! Jeder muss an seinem Platz, nach seinen Kräften
Verantwortung übernehmen für sich und für das Gemeinwohl. Verantwortung
setzt Kräfte frei. Verantwortung fordert Leistung ab. Verantwortung
hilft aber gerade auch den Schwachen in unserer Gesellschaft. Sie
dürfen auf unsere Solidarität vertrauen.
Freiwillig engagierte
Menschen schlagen Brücken der Solidarität. Sie leben
Generationengerechtigkeit und -verantwortung. Freiwilliges Engagement
macht unser Land zu einem lebendigen, zukunftsfähigen Gemeinwesen! Auf
ehrenamtliches Engagement kann unsere Gesellschaft nicht verzichten.
Die Bayerische Staatsregierung sieht es als wichtige Gestaltungsaufgabe
der Politik, die geeigneten Rahmenbedingungen für Freiwilligenarbeit
sicherzustellen."
Präsidentin des Bayerischen Landtags
Aus der TV-Sendung "Tue Gutes und rede darüber" - das BürgerForum des Bayerischen Rundfunks, live aus Bad Tölz, 13.5.2009:
"Wir müssen uns wirklich einmal insgesamt darüber Gedanken machen und entscheiden, wie wir die Rahmenbedingungen verbessern. Das fängt schon mit bürokratischen Regelungen an. Wir müssen einfach sagen, die ehrenamtliche Arbeit bedeutet uns nicht nur als Staat, sondern als Gesellschaft viel."
Auf der Jahreshauptversammlung der Rosenheimer Aktion für das Leben, 15.5.2009:
"Angesichts der Finanzkrise zahle sich kurzfristiges Sparen nicht immer aus. Es lohne sich, in Vereine oder Ehrenamtlichkeit zu investieren".
Bundesfinanzminister
Aus der Broschüre "Zukunft gestalten - sozialen Zusammenhalt sichern", Hg.: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, April 2009 :
"Wie es richtig bleibt, dass das Ehrenamt nicht der sozialpolitische Reparaturbetrieb des Staates ist, so bleibt richtig, dass Menschen ihren Mitmenschen wirksamer helfen können, als es der bestausgestattete Sozialstaat könnte. Denn der kann Menschlichkeit nicht ersetzen. Aber der Staat kann einiges dafür tun, um ehrenamtliches Engagement zu fördern, um es an manchen Stellen überhaupt erst möglich zu machen oder doch zumindest leichter zu machen. Menschen, die sich dafür entscheiden, etwas für andere zu tun, tun das aus eigenem Antrieb, nicht, weil es vom Staat honoriert würde. Aber wenn es uns gelingt, jenen, die noch zögern, den letzten Anstoß zu geben, selber aktiv zu werden, dann wäre das ein wichtiger Erfolg für uns alle. Sie werden merken: Wenn sie etwas für andere tun, tun sie auch etwas für sich selber. Und sie tun uns allen etwas Gutes."
Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Zur Einführung der Landesversicherung für Ehrenamtliche in NRW, 12.11.2004:
"Das
Ehrenamt ist für immer mehr Menschen ein ganz
selbstverständlicher Teil ihres Alltagslebens. In NRW setzen
sich mehr als fünf Millionen Menschen freiwillig und
unentgeltlich für andere und das Gemeinwohl ein. Sie leisten
damit einen ganz wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt unserer
Gesellschaft. Ich bin dafür sehr dankbar. Mir geht es darum,
dieses Engagement ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit zu
rücken und noch mehr Menschen dafür zu gewinnen, die
solidarischen Kräfte in unserem Land zu stärken. Für
eine menschliche und friedfertige Gesellschaft ist das ehrenamtliche
Engagement unerlässlich. Es darf aber nicht zum unkalkulierbaren
Risiko für den Einzelnen werden. Deshalb haben wir jetzt die
letzten Versicherungslücken geschlossen."
Bayerische Staatsministerin
Im Bundesrat,19.8.2008:
"Ehrenamtlich Tätige spenden vielen Menschen Zeit und Zuwendung, geben der Jugend Orientierung und pflegen wichtige Traditionen. Gerade in Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels brauchen wir mehr denn je eine Gesellschaft, in der jeder Einzelne sich aktiv in die Gemeinschaft einbringt. Auf diese Weise entstehen soziale Netze, die den Menschen Halt, Sicherheit und ein Gefühl von Geborgenheit geben."
Zur Vorstellung des Gutachtens zum Wert des Bürgerschaftlichen Engagements, 11.6.2008:
"Bürgerschaftliches
Engagement bedeutet Teilhabe und aktive Mitgestaltung des Lebens in den
Kommunen. Es stärkt und bereichert das soziale Klima in unserer
Gesellschaft. Nicht zuletzt ist ehrenamtliches, freiwilliges Engagement
der beste Nährboden für gute Lebensqualität und das subjektive
Wohlbefinden. Neben diesen sozialen Wirkungen ist auch der ökonomische
Nutzen konkret bezifferbar: Jeder einzelne in Bürgerschaftliches
Engagement investierte Euro stiftet einen Nutzen von etwa sieben Euro."
"Dass
sich Menschen in hohem Maße für das Gemeinwohl einbringen, ist nicht
selbstverständlich. Notwendig ist eine ausgewogene Balance zwischen dem
Nutzen für andere und dem Nutzen für sich selbst. Staat und Kommunen
sind gemeinsam gefordert, passgenaue Rahmenbedingungen zu setzen, um
dieses Engagement noch sichtbarer zu machen und ungenutzte Potentiale
auszuschöpfen."
Grußwort zum Start des Landesnetzwerkes, 5.12.2003
Rede zum Bürgerschaftlichen Engagement, Rödental, 2003 (Auszug)
Bayerischer Ministerpräsident
Würdigung des Ehrenamts beim Staatsempfang, 5.6.2003 (pdf-Datei, 0,01 MB)
Institut für Verbandsforschung an der TU München
Auf der Fachtagung zum Thema "Ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich" im Bayerischen Landtag, 26.10.2009:
"Der größte Gegner des Ehrenamts ist heute das Internet. Jugendliche sitzen täglich bis zu drei Stunden vor dem Computer – Zeit, die für das Ehrenamt verloren ist. Vereine müssen versuchen, durch interessante Angebote die Jugendlichen zu begeistern. Vereine müssen sich eine Nische suchen, überlegen, was sie besonders macht. Wer alle ansprechen will, läuft Gefahr, am Ende niemand zu erreichen."
Bundesministerin für Arbeit und Soziales
Gesellschaftliches Engagement stärken - Kabinett beschließt Nationale Engagementstrategie und "Aktionsplan CSR", Pressemitteilung des BMFSFJ vom 6.10.2010:
"Erfolgreiches Wirtschaften findet nicht im luftleeren Raum statt. In der vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, auf rein kurzfristige Ziele zu setzen. Kunden und Investoren achten immer stärker auch auf soziale und ökologische Belange. Ich will, dass gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ein echter Standortfaktor für Deutschland wird. CSR können wir bundesweit noch deutlich stärker verankern, wenn Verbraucher und Investoren vergleichbare und zuverlässige Informationen darüber erhalten, welche Firmen tatsächlich nachhaltig wirtschaften. Nur so können sie verantwortliche Unternehmensführung auch beim Kauf honorieren. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die wenig in Öffentlichkeitsarbeit investieren, ist es enorm wichtig, dass ihr Einsatz sichtbar wird. Deswegen hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, eine solche Übersicht für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Vorgesehen ist etwa ein breit angelegtes Internetportal, wo sich Verbraucher über ökologisches und soziales Engagement von Unternehmen oder Lieferketten von Produkten informieren können. Broschüren können Auskunft geben, wie zum Beispiel Nahrungsmittel umweltgerecht in die Regale kommen oder wie Firmen Arbeitsplätze altersgerecht gestalten."
Als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend"23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich heute schon freiwillig. Die Kraft des bürgerschaftlichen Engagements eröffnet riesige Chancen für die Zukunft unserer Gesellschaft. Wenn wir die Potenziale weiter erschließen wollen, müssen wir es den Menschen aber noch einfacher und attraktiver machen, für andere aktiv zu werden. Ich freue mich sehr, dass die Expertinnen und Experten des Nationalen Forums für Engagement und Partizipation aus Bund, Ländern und Kommunen, Verbänden und Initiativen, Wirtschaft und Wissenschaft ganz konkrete Vorschläge dazu erarbeiten. Soviel gebündelter Sachverstand ist einmalig in der Geschichte des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland."
"Helfen macht Freude - Ehrenamtlicher Einsatz füreinander gibt
der Gesellschaft ein menschliches Gesicht" (Beitrag aus Readers
Digest, Februar 2007)
Parteivorsitzender FDP
"Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiges Element einer freiheitlichen Gesellschaft. Grundlegend für dauerhafte starke demokratische Strukturen ist der unentgeltliche Einsatz persönlicher, geistiger und manueller Kreativität in der und für die Gesellschaft, verbunden mit individueller Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Pflichtgefühl. Die Liberalen treten für die Stärkung des selbstbestimmten und selbstverantworteten ehrenamtlichen Engagements der Bürger ein. Bürgerschaftliches Engagement ist nicht auf bestimmte Bereiche beschränkt. So bedarf nicht nur der soziale Bereich ehrenamtlichen Einsatzes, sondern auch die Wirtschaft. Die Selbstverwaltung der Wirtschaft kann ihre Aufgaben nur gewissenhaft wahrnehmen, wenn Unternehmerinnen und Unternehmer ehrenamtlich tätig werden. Es sind Unternehmerpersönlichkeiten gefragt, die bereit sind, ihren Erfahrungsschatz mit einzubringen und weiterzugeben. Gerade Jungunternehmer können hiervon profitieren. Die hohe Qualität des Services kann nur gehalten werden, wenn die Bereitschaft, sich in der Selbstverwaltung zu engagieren auch in Zukunft bestehen bleibt."
Bundespräsident
Auszug aus der Weihnachtsansprache 2010:
"Zusammenhalt,
Verständigung, Miteinanderauskommen: All das geschieht nicht von
allein. Dafür muss man etwas tun. Unsere Gesellschaft lebt von denen,
die sehen, wo sie gebraucht werden, die nicht dreimal überlegen, ob sie
sich einsetzen und Verantwortung übernehmen.
Einige dieser
Menschen habe ich heute Abend ins Schloss Bellevue eingeladen. Sie
haben sich in diesem Jahr für andere, mit anderen gemeinsam eingesetzt.
Aus unterschiedlichen Gründen und Motiven. Obwohl sie alle verschieden
sind, liegt es an ihnen und an vielen anderen, die so handeln wie sie,
dass unser Land zusammengehalten wird: von Solidarität und von dem
gemeinsamen Füreinandereinstehen.
Der Staat kann im Rahmen
seiner Möglichkeiten Menschen in Not finanziell unterstützen. Aber
jemandem Mut zusprechen, jemandem auf die Schulter klopfen, jemandem
die Hand reichen: Dafür braucht es Menschen, für die Menschlichkeit
wichtig ist. Dafür braucht es Menschen wie sie: Menschen, die sich in
der Nachbarschaft um Kinder kümmern, für die Menschen mit Behinderungen
von Anfang an selbstverständlich dazugehören. Menschen, die Kranke
besuchen, einfach so, weil es für sie normal ist, eine Freude und ein
persönlicher Gewinn. Menschen, die sich im Verein engagieren, im Chor
oder in einer Bürgerinitiative – und alle anderen wissen: Auf die ist
immer Verlass. Menschen, die sich mit anderen zusammentun, um neue
Ideen zu verwirklichen. Die sich für Ämter zur Verfügung stellen, weil
sie sich für ihre Stadt, für unser Land, für unsere Demokratie
verantwortlich fühlen.
Wer sich so engagiert, bekommt viel
zurück. Ehrenamtliche leben übrigens auch länger. Unsere Gesellschaft
ist frei und bunt: Wir leben in verschiedenen Lebenswelten, wir sind
unterschiedlich, was unsere Herkunft angeht, unsere Religion, unsere
Bildung und unsere Träume vom Glück. Damit eine Gesellschaft aus so
vielfältigen Menschen Bestand hat, brauchen wir vor allen Dingen:
Respekt. Respekt vor dem, der anders ist als man selbst. Und
Anerkennung auch seiner Leistungen.
Respekt schon vor den
Kindern und ihren Bedürfnissen. Anerkennung dessen, was ihre Mütter und
Väter leisten. Respekt und Anerkennung vor der Lebensleistung der
Älteren. Jeder muss spüren: Ich gehöre dazu, ich werde gebraucht.“
Aktualisiert am 07.09.2011 - Startseite ▲ nach oben