Wozu ein Landesnetzwerk?
Bürgerschaftliches
Engagement entsteht und entwickelt sich auf lokaler Ebene. Deshalb sind
Kommunen und bürgernahe Vereine, Verbände und Parteien, örtliche
Selbsthilfegruppen und Bürgerinitiativen seine wichtigsten
Organisationsformen.
Leitbild
Das Landesnetzwerk fühlt sich mit seiner Arbeit u.a.
folgenden Grundsätzen besonders verpflichtet:
- Bürgerschaftliches Engagement ist als Querschnittsaufgabe
unserer Gesellschaft wahrzunehmen und zu entwickeln: Bürgerschaftliches
Engagement bündelt die unterschiedlichen Ressourcen von Bürgergeld
(z.B. in Stiftungen), Bürgerarbeit und Bürgerwissen und macht sie für
die Weiterentwicklung einer aktiven Bürgergesellschaft und ihrer
sozialen, kulturellen und Bildungseinrichtungen verfügbar.
- Bürgerschaftliches
Engagement ist als Vermittlungsort und Kontaktstelle gesellschaftlicher
Subkulturen und sozialer Schichten auszubauen: Bürgerschaftliches
Engagement ist Sache aller, nicht nur der gut integrierten
"Mittelschichten", die heute den überwiegenden Teil des Engagements
leisten. Für Menschen mit Migrationshintergrund, sozial schlechter
gestellte Menschen und andere bisher engagementferne Gruppen sollen
geeignete Brücken gebaut werden.
- Bürgerschaftliches
Engagement ist auch Bildungsauftrag. Aus vielen einschlägigen
Untersuchungen geht hervor, dass sich meist nur jene freiwillig
engagieren, die es von Kindheit oder Jugend auf tun und entsprechende
Vorbilder hatten.
- Bürgerschaftliches Engagement ist der
Nährboden für gute Lebensqualität. Dies zu beweisen ist eine Sache der
Tat: Daher hilft das Landesnetzwerk vor allem dabei, gute Ansätze und
Modelle zur veröffentlichen, zu verbreiten und umzusetzen.
- Bürgerschaftliches
Engagement darf aber nicht nur "Querschnittsaufgabe" sein, sondern
braucht auch die "Bodenhaftung" in der Fachpolitik. Dort kann bewiesen
werden, wozu Bürgerschaftliches Engagement wirklich fähig ist (zum
Beispiel in der Familien-, der Gesundheits- oder Bildungspolitik).
Aktualisiert am 19.9.2008
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